Foerster Garten

Fotos: Robert Mabic / neu: Video über Karl Foerster im Auftrag der Stadt Potsdam

Nachdem Karl Foerster mit seiner Gärtnerei 1910-1911 von Berlin-Westend nach Potsdam-Bornim umgezogen ist, entstanden seit 1912 rund um das Wohnhaus Gartenwelten, die den Potsdamer Ortsteil Bornim als „Worpswede der Gartengestalter“ weltbekannt machte.

  Es ist wohl kein Zufall, dass sich Karl
  Foerster hier angesiedelt hat, am Rande
  der Feldflur, die Peter Joseph Lenné im
  19. Jahrhundert gestaltete. Gegenüber
  dem Gartentor stehen die alten Eichen
  der Remise Raubfang, ein Waldstück,
  in dem sich früher das Vieh unterstellen
  konnte. > Video über Karl Foerster

Der Foerster-Garten ist heute Anziehungspunkt für Gartenfreunde gleichermaßen wie für die internationale Fachwelt. Empfehlenswert: DVD Garten der sieben Jahreszeiten.

  Das Gartendenkmal, dessen Hauptthema
  die Präsentation winterharter Blütenstauden
  ist, umfasst heute die Gartenteile Senkgar-
  ten, Naturgarten, Steingarten, Frühlings-
  weg, Herbstbeet und Versuchsgarten (1960
  aufgegeben). Foerster studierte dort die
  Standortansprüche und die optische
  Wirkung der Stauden und ihre Zusammen-
  stellungen.
Mit nur einem Besuch erschließt sich der Reichtum, den wir Karl Foerster verdanken, sicherlich nicht. Deshalb lohnt es sich durchaus, die Anlage zu den verschiedenen Jahreszeiten wiederholt zu besuchen.

  Die Gartenanlage wurde in den 60er und
  70er Jahren von Hermann Göritz und Peter
  Herling neu gestaltet und bepflanzt. Eine
  umfassende Rekonstruktion des Garten-
  denkmals wurde im Rahmen der Bundes-
  gartenschau Potsdam 2001 für ca. eine
  Millionen Mark aus Mitteln des Ministeriums
  für Landwirtschaft, Umwelt und Raumord-
  nung des Landes Brandenburg durch den Sanierungsträger Bornstedter Feld investiert. Der Berliner Gartenarchitekt Martin Heisig (1957-1960 Gärtnerlehre bei Karl Foerster) erstellte das Projekt für die umfangreiche Rekonstruktion. Karl Foerster legte stets großen Wert darauf, dass sein Bornimer Garten jedem interessierten Besucher offen stand. Marianne Foerster, seine bis zum 30.03.2010 hier lebende Tochter führte diese Tradition fort. Mit Ihrem Tode gingen entsprechend Ihrem letzten Willen, Haus und Garten in die Marianne-Foerster-Stiftung, eine treuhänderische Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über. Geöffnet ist täglich von 9 Uhr bis zur Dunkelheit.

Sie können helfen
Mit einer Spende an die Marianne Foerster-Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die zeitnah verwendet wird, helfen Sie uns, dieses bedeutende Stück europäischer Gartenkultur des 20. Jahrhunderts zu erhalten! Mit einer Zustiftung zum bereits vorhandenen Stiftungskapital ermöglichen Sie den langfristigen Erhalt des Foerster-Anwesens. Bitte vermerken Sie auf der Überweisung, ob es sich um eine Spende oder Zustiftung handelt.

Weitere Informationen zur Marianne-Foerster-Stiftung: Heike Kühn, Tel: 0228-9091-213, heike.kuehn@denkmalschutz.de, sowie unter www.denkmalschutz.de/marianne-foerster-stiftung.de